Ergebnisse des ersten Worldcafes

Am Donnerstag, den 8. Februar, habe ich gemeinsam mit dem SPD-Ortsverein ein World-Cafe veranstaltet, um mit Ihnen, den Bürgerinnen und Bürgern, meinen Plan für Wismar zu diskutieren und weiterzuentwickeln.

Im Folgenden habe ich versucht die Ergebnisse des ersten Worldcafes strukturiert zusammenzufassen und zu systematisieren. Zu den einzelnen angesprochenen Themen habe ich jeweils eine Antwort formuliert, die natürlich nicht abschließend sein muss, da sich im Laufe der Zeit immer auch wieder neue Aspekte und neue Situationen ergeben.

Unter anderem:
Wie kann die Stadt noch besser in die Region ausstrahlen?
Wie können wir ein gutes Bildungsklima stärken?

Ergebnisse:

Unterthema Stadtgestaltung

  • Strand Wendorf, Wohlfühloase

Antwort:

In Seebad Wendorf wurden nach dem letzten Hochwasser mit Hilfe von Fördermitteln ca. 60.000 € investiert. Davon wurden der Spielplatz saniert, der Strand wieder hergerichtet, Bänke aufgestellt usw. Zusätzlich wird dieser Bereich im Zuge der Erschließung des neuen Wohngebietes Seebad Wendorf durch einen Bewegungsparcours aufgewertet. Dankbar bin ich der Bürgerinitiative „Strandbelebung“, die immer wieder Aufräumaktionen startet und jetzt sogar zusammen mit dem Landtagsabgeordneten Tilo Gundlack Fördermittel akquirieren konnten z. B. für neue Spielgeräte, aber auch für Bänke und Ähnliches in Höhe von 25.000 €. Froh bin ich, dass es uns gelungen ist, die Seebrücke zu sanieren und auch die Beleuchtungsanlage zu erneuern. Große Aufspülaktionen jedoch, die vermeintlich zu einem größeren Strand führen, sind nicht finanzierbar und vor allen Dingen nicht nachhaltig, da der aufgespülte Strand schnell wieder abgetragen würde. Außerdem hat die Bürgerschaft in den vergangenen Jahren andere Investitionsschwerpunkte, die weit in die Zukunft reichen (z. B. Sport) gesetzt. Seebad Wendorf wird selbstverständlich weiter die volle Aufmerksamkeit haben, schon allein deswegen, weil das Wäldchen dort sowie der Strand durch die Anwohner sehr gern genutzt werden. Dabei setzte ich auch auf die Bürgerinitiative „Strandbelebung“, denn es geschieht immer wieder, dass illegal Müll entsorgt wird und wir oftmals Schäden feststellen müssen, die durch Vandalismus entstanden sind.

  • Mehr und größere Papierkörbe

Antwort:

Größere Abfallbehälter werden durch den Entsorgungs- und Verkehrsbetrieb dort aufgestellt, wo der Bedarf dafür besteht. Das geschieht auch in Zukunft. Leider werden die öffentlichen Abfallbehälter oftmals für die Entsorgung von größeren Restmüllmengen missbraucht. Der Entsorgungs- und Verkehrsbetrieb sorgt auch für neue Abfallbehälter im Bereich Bürgerpark. Dies wird letztlich ein Dauerthema bleiben.

  • Ausbau kleinerer Sportplätze

Antwort:

Dieses ist Bestandteil unserer Sportentwicklungsplanung. Die Umsetzung dieser Sportentwicklungsplanung wird ein wichtiger Investitionsschwerpunkt der nächsten Jahre sein. Es ist also auch Bestandteil meines Programms „Mein Plan für Wismar“.

  • Missstände melden

Antwort:

Die Möglichkeit besteht bereits. Der EVB hat eine Störungs-APP eingerichtet, die durchaus auch in Anspruch genommen wird. (Diese ist sowohl im Google Play Store als auch im App Store verfügbar). Außerdem besteht jederzeit die Möglichkeit, dass sich Bürgerinnen und Bürger auch direkt an mich wenden können. Zusätzlich beabsichtige ich, auch in meiner Personalstruktur das „Anliegenmanagement“ für Bürgerinnen und Bürger zu professionalisieren und zu stärken.

  • Gemeinschaftsgarten in der Altstadt

Antwort:

Dies wäre zu prüfen, es gab immer mal Initiativen für „Urban Gardening“. Dies würde ich gern vor allen Dingen in Abstimmung mit den Kleingartenvereinen ermöglichen. Voraussetzung ist aber eine gut strukturierte Initiative aus der Bevölkerung.

  • Hundewiese auf dem Parkhaus „Alter Hafen“

Antwort:

Ich nehme ja gerne Prüfaufträge entgegen, hier jedoch sehe ich kaum eine Möglichkeit, diese Idee umzusetzen. Was anderes wäre es zu prüfen, ob bspw. im Bürgerpark ein eingegrenzter umzäunter Hundespielplatz geschaffen werden kann. Ein solches Prüfergebnis kann ich allerdings noch nicht vorwegnehmen.

  • Saubere Spielplätze

Antwort:

Derzeit wurde ein neues Spielplatzkonzept seitens der Hansestadt Wismar aufgestellt. Dies beinhaltet sowohl die Erhaltung der bestehenden Spielplätze, Bolzplätze und Spielpunkte, das sind übrigens immerhin 120 sowie auch den Bau neuer Spielplatzanlagen. Immerhin gut 1 Million Euro sollen in diesem und im nächsten Jahr dafür investiert werden. Die Spielplätze werden regelmäßig kontrolliert. Leider stellen wir bei diesen Kontrollen unangemessenes Verhalten und häufig auch Vandalismus fest. Bspw. verhalten sich leider nicht alle Hundebesitzer angemessen oder Müll wird auf den Spielplätzen hinterlassen. Insofern ist der Reparatur- und Reinigungsaufwand jährlich hoch. Dem stellt sich die Stadt Wismar und dem wird sie sich auch in Zukunft, jedenfalls mit mir an der Spitze, stellen.

  • Wismar soll grün bleiben

Antwort:

Ja, das ist so, für die Grünanlagen hatten wir in den letzten Jahren etwas zu wenig Geld, um sie besser pflegen zu können. In dem jetzt aktuellen Doppelhaushalt 2018/2019 sind zusätzliche Mittel aufgenommen worden, um die Pflege unserer Grünflächen zu verbessern.

  • Mehr Bänke

Antwort:

In den Wirtschaftsplan des Entsorgungs- und Verkehrsbetriebes wurden jetzt Mittel aufgenommen, die auch jährlich fortgeschrieben werden sollen, so dass Bänke entweder ausgetauscht werden können bzw. zusätzliche Bänke aufgestellt werden können. Hier hat sich auch der Landtagsabgeordneter Gundlack stark engagiert und um Spenden geworben. Außerdem hat er zusammen mit der Bürgerinitiative „Strandbelebung“ dafür gesorgt, dass die Hansestadt Wismar 25.000 € u.a. auch für mehr Bänke im Bereich Wendorf bekommt.

  • Bürgerpark attraktiver gestalten

Antwort:

Auch hier gilt, dass etwas mehr Geld für die Pflege des Bürgerparks zur Verfügung steht. Das soll verstetigt werden. Meine Idee ist darüber hinaus, dass wir im Rahmen der Sportentwicklungsplanung den Bürgerpark mit einer Sportanlage für jedermann ergänzen. Das würde zur Attraktivierung durchaus beitragen.

  • Bauspielplatz

Antwort:

Das ist eine tolle Idee und auch ein schönes Angebot. Ich kenne einen Bauspielplatz in der Landeshauptstadt Schwerin. Derzeit ist ein solcher Bauspielplatz in unserem Spielplatzkonzept nicht vorgesehen, aber die Idee gefällt mir so gut, dass ich sie gern in meinen Plan aufnehme.

  • Mehrgenerationenspielplatz

Antwort:

Dies könnte ich mir gut auf der Multifunktionsfläche, die im Bereich Alter Hafen gerade geplant wird, vorstellen. Hier haben die Bürgerinnen und Bürger Gelegenheit, sich einzubringen. Es wäre schön, wenn dann dort für mehrere Generationen Spiel- und Sportmöglichkeiten bestehen könnten. Außerdem ist im Bereich Seebad Wendorf ein Bewegungsparcours geplant, der durch Jugendliche, Erwachsene und Ältere gleichermaßen in Anspruch genommen werden kann.

  • Naturspielplätze auch für Jugendliche

Antwort:

Meines Erachtens haben wir schon ein gutes Spielplatzkonzept. Das kann aber jederzeit komplettiert werden. Für mich ist insbesondere auch der Spielplatz im Tierpark ein Spielplatz in der Natur. Ansonsten müsste diese Idee noch etwas mehr konkretisiert werden, dann könnte man ihr besser nachgehen.

  • Bessere Anwohnerparkausweise

Antwort:

Gerade in der Innenstadt haben wir begrenzten Parkraum und unterschiedliche Interessengruppen. Deshalb musste ja gerade das Parkraumkonzept aufgestellt werden, insbesondere, um auch das Anwohnerparken zu sichern. Es werden neue Parkplätze entstehen, insbesondere am Altstadtring. Das geschieht einmal hinter dem Lindengarten - dort entstehen 140 neue Stellplätze - die Baumaßnahme wird in diesem Jahr begonnen. Dies geschieht am Alten Hafen mit dem neuen Parkhaus, das etwa ab Mai nutzbar sein wird, mit einer Parkpalette im Bereich Turmstraße, die wir insbesondere im Jahr 2019 in Angriff nehmen wollen. Und auch der Investor, der das HEVAG-Gelände in der Schweriner Straße übernimmt, beabsichtigt, 70 öffentliche Stellplätze zu schaffen. Im Parkhaus am Alten Hafen hat gerade aktuell die Bürgerschaft eine Entgeltordnung beschlossen, die ein Nachtticket ermöglicht. Dies könnte ein gutes zusätzliches Angebot für Anwohner sein. Wenn dies gut angenommen wird, ist es vorstellbar, dass dies auch in der Tiefgarage Papenstraße sowie in der Parkpalette Turmstraße eingerichtet wird.

  • Grün in der Stadt/Pflegepartnerschaften

Antwort:

Gern richten wir Pflegepartnerschaften ein, diese können über den Entsorgungs- und Verkehrsbetrieb vereinbart werden.

  • Tiefgarage unter dem Marktplatz

Antwort:

Hierzu kann ich nur ein klares Nein sagen. Zum einen ist es für uns absolut nicht finanzierbar, zum anderen würden wir mit einem solchen Angebot mehr Verkehr in die Innenstadt holen. Deshalb setze ich mehr darauf, zusätzliche Stellflächen wie vorher schon einmal erwähnt im Bereich des Altstadtrandes einzurichten.

  • Parkpalette am Turnplatz

Antwort:

Gemeint ist hier sicher nicht der Turnplatz, sondern die Turmstraße. Am Turnplatz jedenfalls werden wir keine Parkpalette einrichten. An der Turmstraße ist eine geplant. Sie ist bereits Bestandteil der Investitionsplanung des Entsorgungs- und Verkehrsbetriebes, also unseres Eigenbetriebes.

  • Bessere Parkplätze

Antwort:

Siehe oben.

  • Brötchentaste für Parkautomaten (hochsetzen zum Thema Parken)

Antwort:

Die Brötchentaste ist mehrfach ausführlich in der Bürgerschaft diskutiert worden und ist am Ende mit großer Mehrheit abgelehnt worden und das geschah zu Recht. Eine Brötchentaste bringt nur vermeintlich Entlastung. Tatsächlich produziert sie Chaos, zieht noch zusätzlichen Verkehr in die Innenstadt und wird häufig - so die Erfahrung in anderen Städten - missbraucht, indem immer wieder Verlängerungstickets gezogen werden. Deswegen gibt es hier ein klares Nein.

  • Parkplätze am Kino schaffen

Antwort:

Es gab mehrere Angebote an die Betreiber des Kinos, die sich allerdings nicht an Vorhaben beteiligen wollten. Auf dem HEVAG-Gelände, Schweriner Straße, sollen zusätzliche Parkplätze entstehen u.a. auch für den dortigen Einzelhandel. Hier könnte das Kino durchaus mit den dort ansässigen Einzelhändlern ins Geschäft kommen. Zusätzlich werden im Bereich der Schweriner Straße auch durch den Investor des HEVAG-Geländes 70 öffentliche Stellplätze geschaffen.

  • Stadtteilkneipen stärken

Antwort: Hier ist jetzt wirklich die Frage, wie das geschehen soll.

  • Bessere Pflege der Grünanlagen

Antwort:

Ja, es soll eine bessere Pflege der Grünanlagen geben. Dies geschieht Stück für Stück. In unserem aktuellen Haushalt 2018/2019 ist mehr Geld für die Pflege der Grünanlagen veranschlagt.

  • Mehr Mitarbeiter für Friedhofs- und Grünpflege

Antwort:

Meines Erachtens sind wir bezüglich des Personals auf dem Friedhof recht gut ausgestattet. Für die allgemeine Grünpflege wurden, wie mehrfach erwähnt, zusätzliche Mittel in den Haushalten 2018 und 2019 veranschlagt, so dass die Grünflächenpflege intensiviert werden kann.

  • Bessere Ausleuchtung der Parkanlagen und Funktionieren der Straßenbeleuchtung z.B. Schützenwiese, Jahnstraße

Antwort:

Es erfolgt bereits in einigen Anlagen die Umstellung auf LED, allerdings werden wir nicht jede Grünanlage beleuchten können. Leider gibt es bezüglich der Beleuchtungsanlagen sehr viel Vandalismus. Da, wo es sinnvoll und bedarfsgerecht wäre, werden natürlich auch zusätzliche Beleuchtungen ermöglicht. Die angesprochenen konkreten Beispiele werde ich prüfen.

  • Coffee-to-go-Becher abschaffen wie in Stralsund

Antwort:

Hier werde ich zunächst gerne in Stralsund nachfragen, wie das Thema dort angegangen wurde. Darüber hinaus kann ich mir das nur so vorstellen, dass wir mit den Händlern zusammenarbeiten und nicht über deren Köpfe hinweg entscheiden. Gleichwohl ist dies eine gute Idee, der ich gern nachgehen will.

Unterthema Bildung

  • Bildungsangebote für Berufstätige stärken – Volkshochschulzertifikate – Befreiung vom Arbeitgeber

Antwort: Nicht alle Anregungen kann ich hier jetzt gut nachvollziehen. Richtig ist, dass bezüglich der Bildungsangebote für Berufstätige u.a. die Volkshochschule in Betracht kommt. Sie befindet sich in Trägerschaft des Landkreises. Dies können wir gern an die Kreistagsmitglieder in Wismar weiter kommunizieren.

  • Weiter- und Umschulungsangebote für die Einheimischen

Antwort: Meines Erachtens gibt es durchaus die Möglichkeit, sich auch an der Hochschule weiter zu bilden. Das Angebot ist ausgesprochen vielfältig. Außerdem ist auch die schon erwähnte Volkshochschule des Landkreises Nordwestmecklenburg in der Dahlmannstraße eine Weiterbildungseinrichtung, die kostengünstig in Anspruch genommen werden kann.

  • Kindertagesstätten/Betreuungsschlüssel verbessern

Antwort: Die Entscheidung, welcher Betreuungsschlüssel in den Kindertagesstätten in Mecklenburg-Vorpommern anzuwenden ist, wird durch den Landesgesetzgeber also durch den Landtag getroffen. Derzeit gibt es das politische Ziel der Koalitionspartner in Mecklenburg-Vorpommern, die Kindertagesstätten kostenfrei für die Eltern zu gestalten, das heißt, die Eltern sollen künftig keine Elternbeiträge mehr zahlen. Dieses politische Ziel halte ich angesichts der Höhe der Elternbeiträge gerade für jene, die nicht so hohe Einkommen haben, grundsätzlich für richtig. Die Entscheidung darüber jedoch und damit auch die Finanzierungsverantwortung liegen eindeutig auf Landesebene.

Bezüglich des Betreuungsschlüssels gibt es oftmals Verwechslungen bezüglich der Gruppengrößen. In Mecklenburg-Vorpommern ist eine Kind-Erzieher-Relation im Kindergartenbereich mit 1:15 festgelegt worden. Das heißt nicht zwingend, dass die Gruppengröße 15 Kinder betragen muss. Zwingend ist lediglich, dass der Betreuungsschlüssel einzuhalten ist. Das ist gesetzlich vorgegeben und durch den örtlichen Jugendhilfeträger, das ist in unserem Fall der Landkreis Nordwestmecklenburg, zu kontrollieren. Die Verantwortung dafür, dass das Kindertagesstättenförderungsgesetz eingehalten wird, liegt allerdings in allererster Linie beim Träger der Kindertagesstätte selbst.

  • Mehr Kitaplätze, den Bedarf anpassen

Antwort: In der Hansestadt Wismar werden derzeit 4 neue Kindertagestätten gebaut. Dies haben wir als Stadt insbesondere stark vorangetrieben. Der Sicherstellungsauftrag für eine ausreichende Anzahl von Kindertagesstättenplätzen liegt allerdings beim Landkreis Nordwestmecklenburg. U.a. deswegen, weil zurzeit die Kindertagesstättenplätze knapp sind, werden auch noch keine kleineren Gruppen gebildet, denn dann würden zusätzlich Kindertagesstättenplätze verloren gehen. Die Kindertagesstättensituation wird seitens der Hansestadt Wismar sehr intensiv beobachtet und ist Dauergesprächsthema mit dem Landkreis Nordwestmecklenburg, damit hier tatsächlich ausreichend Plätze angeboten werden können.

  • Mehr Hortplätze

Antwort: In der Stadt Wismar wurden in den letzten Jahren permanent zusätzliche Hortplätze geschaffen. Bspw. wurde am Kagenmarkt ein neues Hortgebäude durch die Perspektive Wismar gGmbH errichtet, deren Hauptgesellschafterin die Stadt Wismar ist. In der Kindertagesstätte „Wiki“ wurden zusätzlich Hortplätze eingerichtet und wegen des zusätzlichen Hortbedarfs ist kurzerhand auch die Verwaltung der Perspektive Wismar gGmbH aus einer Kindertagesstätten ausgezogen, um zusätzliche Räume zur Verfügung zu stellen. Auch der Reuterhort wird demnächst komplett neu errichtet. Sollten weitere Plätze notwendig sein, werde ich natürlich alles dafür tun, dass zusätzliche Hortplätze geschaffen werden, aber auch hier liegt letztlich der Sicherstellungsauftrag also die Hauptverantwortung beim Landkreis Nordwestmecklenburg.

  • Paragraph 11a einhalten – Betreuungsschlüssel

Antwort: Im Paragraph 11a im Kindertagesstättenförderungsgesetz Mecklenburg-Vorpommern geht es, so ist der Paragraph überschrieben, um die Bemessung des pädagogischen Personals, letztlich also um den Betreuungsschlüssel. Hier verweise ich auf die vorherigen Ausführungen. Deutlich muss darauf hingewiesen werden, dass die Einhaltung des Betreuungsschlüssels dem Träger der Kindertagesstätte obliegt. Kontrolliert wird der durch den örtlichen Träger der Jugendhilfe, also durch den Landkreis Nordwestmecklenburg.

  • Qualität in der Erzieherausbildung gewährleisten

Antwort: Ja, das ist selbstverständlich. Ich habe mich in der Vergangenheit ziemlich stark dafür engagiert, gemeinsam mit dem Städte- und Gemeindetag, dass die duale Ausbildung auf den Weg gebracht wird. Dies ist mittlerweile geschehen. Weil jetzt auch die Ausbildungsvergütung geregelt ist und die jungen Menschen ihre Ausbildung nicht selbst bezahlen müssen, verspreche ich mir, dass zusätzlich junge Leute eine Ausbildung als Erzieherin bzw. Erzieher beginnen werden. Die Hauptverantwortung bezüglich einer auskömmlichen Erzieherausbildung liegt natürlich beim Land Mecklenburg-Vorpommern, aber auch die Einrichtungen selbst haben eine Mitverantwortung, sollten sie doch alles dafür tun, dass sie selbst junge Menschen ausbilden. Meines Erachtens besteht dazu durchaus die Bereitschaft. Ein neuer Träger, die LernWert gGmbH, in der Hansestadt Wismar beabsichtigt übrigens auch zusätzlich eine Ausbildungsstätte für die Erzieherausbildung zu errichten.

  • Ausbildung von Erzieherinnen und Erziehern sowie Sozialassistentinnen und Sozialassistenten auch in kleinen Eirichtungen, um die Qualität/Vielfalt der Kitabetreuung zu sichern

Antwort: Ja, das ist sinnvoll. Kleine Einrichtungen haben es sicher schwerer. Sicher wäre es hier interessant über Ausbildungsbündnisse nachzudenken, das heißt, mehrere Kindertagesstätten tun sich zusammen und bilden zusammen aus. Außerdem verspreche ich mir einiges davon, wenn der neue Träger wie oben bereits genannt eine neue Ausbildungsstätte für Erzieherinnen und Erzieher errichtet.

  • Vergütung für Bildung z. B. für Theaterbesuche

Antwort: Hier kann ich nur rätseln, was gemeint ist. Möglicherweise ist gemeint, dass solche auch der Bildung dienenden Theateraufführungen möglich kostenfrei sein sollten. Da muss ich klar sagen, dass schaffen wir nicht. Viele Angebote jedoch sind durchaus kostengünstig.

  • Musikschule soll günstiger werden

Antwort: Nach der Fusion der Wismarer Schule mit der Kreismusikschule „Carl Orff“ sind die günstigeren Tarife des Landkreises Nordwestmecklenburg auch in Wismar angewandt worden. Ansonsten obliegt diese Entscheidung selbstverständlich dem Landkreis Nordwestmecklenburg, denn die Musikschule ist mittlerweile in seiner Trägerschaft. Er wird nicht ganz auf Nutzungsentgelte bzw. Benutzungsgebühren verzichten können. Wir können aber auf den Landkreis Einfluss nehmen, dass das letztlich sozialverträglich bleibt. Großartig finde ich auch hier die Initiative der evangelischen Musikschule, die gerade auch die Möglichkeiten des Musizierens Kindern anbieten, deren Familien ein Musikschulangebot ansonsten nicht annehmen würden.

  • Mehr Werbung für Kurse

Antwort: Vermutlich sind hier die Kurse der Volkshochschule gemeint. Hier wäre tatsächlich Ansprechpartner der Landkreis Nordwestmecklenburg. Ich habe aber den Eindruck, dass sehr ausführlich für die Volkshochschulkurse in mehreren Medien geworben wird.

  • Berufsorientierung und Studienorientierung in allen Bereichen und Feldern ermöglichen

Antwort: Die Schulsozialarbeit in der Hansestadt Wismar wurde schon vor vielen Jahren insbesondere auch auf die Berufsorientierung ausgerichtet. Das heißt, die jungen Menschen sollen gerade am Übergang von der Schule in den Beruf unterstützt werden. Zusätzlich gibt es die jährliche mit sehr viel Aufwand vorbereitete Berufsinfobörse. Hier engagiert sich insbesondere der Arbeitskreis Wirtschaft und die Schulen. Die Schulen selbst haben ebenfalls den Auftrag, für die Berufsorientierung zu wirken und sie tun dies auch vielfältig. Auch die Hochschule bietet Orientierungsmöglichkeiten, sofern müsste der Wunsch nach mehr Orientierung etwas konkretisiert werden. Für Ideen, die ich dann teilweise an die verantwortlichen Einrichtungen weitergeben würde, bin ich jederzeit offen.

  • Präsenz der Hochschule in der Stadt durch ein Informationsbüro

Antwort: Die Hochschule macht aus meiner Sicht sehr, sehr viele Angebote für Informationen, gerade auch in der Innenstadt. Insbesondere geht sie immer wieder auf die Unternehmen der Stadt und Region zu. Hinter dem Wunsch nach einem Infobüro steht sicher auch der Wunsch nach mehr Präsenz der Hochschule in der Innenstadt. Ich weiß, dass die Hochschule auch hier immer wieder neue Veranstaltungsformate erprobt. Das werde ich meinerseits selbstverständlich immer gern unterstützen.

  • Verbesserung der Willkommenskultur für Studierende

Antwort: Hier wäre es gut, wenn dies etwas konkretisiert werden würde. Die Aufgabe liegt natürlich vor allem bei der Hochschule selbst bzw. beim Studierendenwerk. Wir stehen als Stadt mit unserem Bürgerinformationszentrum im Stadthaus ebenfalls jederzeit für die Studierenden zur Verfügung.

  • Weitere verstärkte Nutzung der Ressourcen der Hochschule im Rahmen des Wissenstransfers – Verbesserung im Verbund mit den Unternehmen

Antwort: Die Wirtschaftsförderung der Hansestadt Wismar und auch die Wirtschaftsfördergesellschaft des Landkreises Nordwestmecklenburg weisen die Unternehmen immer wieder auf die Möglichkeiten der Hochschule hin. Die Hochschule selbst geht ständig auf Unternehmen zu, hat Netzwerke aufgebaut, hat zahlreiche Kooperationen und auch eigene Institute für den Wissenstransfer gegründet. Die Vielfalt ist hier sehr groß, von den Mitarbeitern in den Gremien der Hochschule weiß ich aber, dass hier ständig nach Verbesserungsmöglichkeiten gesucht wird. Seitens der Stadt unterstützen wir da, wo es möglich ist gern oben genannte Netzwerke.

  • Hochschule in der Kommunikation mit Wirtschaft unterstützen

Antwort: Ja, das tun wir und das werde ich auch jederzeit tun.

Unter anderem:
Wie fühlen sich alle Generationen in Wismar wohl?
Wie kann die soziale Infrastruktur gestärkt werden?
Wie bleibt Wismar sicher?

Ergebnisse:

Unterthema Jugend

  • Anlaufstellen für Jugendliche/Jugendklub in der Innenstadt

Antwort: Es gibt mehrere Jugendklubs in der Hansestadt Wismar, beispielsweise die „Kiste“. Vor allen Dingen das Kinder- und Jugendfreizeitzentrum in der Techenstraße ist stark ausgebaut worden. Auch der „Treff im Lindengarten - TiL“ ist durchaus für Jugendliche nutzbar. Wichtig ist es, sehr genau auf die Bedürfnisse der Kinder und Jugendlichen zu hören. Dafür haben wir unter anderem ein Kinder- und Jugendparlament. Die Wünsche sind da sehr vielfältig, manchmal ist es gar nicht ein Jugendklub sondern eher ein Treffpunkt, der gesucht wird. Dies wird insofern für mich ein Dauerthema sein, gerade deswegen, weil es bezüglich der Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen immer viel Bewegung gibt und wir gehalten sind, die Angebote immer wieder neu anzupassen.

  • Sichere Schulwege

Antwort: Das ist selbstverständlich. Da, wo es Probleme gibt, wird schnellstmöglich geprüft und dann wenn es nötig ist, Abhilfe geschaffen.

  • Kostenfreie Angebote für Jugendliche

Antwort: Davon gibt es eine Vielzahl in Wismar bspw. Im Jugend- und Freizeitzentrum in der Techenstraße. Die Bibliothek ist bis zum Alter von 18 Jahren kostenfrei nutzbar usw. Hier bitte ich darum, dass man sich z. B. auf der Internetseite der Hansestadt Wismar gut informiert.

  • Kirchenarbeit mit Kindern unterstützen

Antwort: Das geschieht bereits bspw. wird der Kirchenladen regelmäßig von der Stadt bzw. von stadteigenen Unternehmen unterstützt.

  • Kostenloser Transfer von Kindern

Antwort: Hier kann ich nur mutmaßen was gemeint ist. Die Fahrt mit dem Schulbus ist natürlich ab 2 bzw. 3 Kilometer Entfernung der Wohnung von der Schule kostenfrei. Öffentlich diskutiert wird ja derzeit generell ein kostenloser ÖPNV. Kindern und Jugendlichen kostenlose oder mindestens sehr kostengünstige Tickets für ihre Belange anzubieten, wäre ein erster und wichtiger Schritt. Diese Aufgabe liegt aber beim Landkreis Nordwestmecklenburg und letztlich auch beim Bundesland Mecklenburg-Vorpommern.


Unterthema Senioren

  • Kostenfreie Angebote für Rentner

Antwort: Es gibt eine ganze Reihe von kostenfreien Angeboten für ältere Bürgerinnen und Bürger z. B. in der Begegnungsstätte der Volkssolidarität in Wendorf. Andere Angebote wie sie z. B. auch der Seniorenbeirat der Hansestadt Wismar organisiert, sind zumindest sehr kostengünstig. Das halte ich auch für vertretbar.

  • Mehrgenerationenhäuser

Antwort: Es besteht ein Mehrgenerationenhaus in der Hansestadt Wismar, nämlich in der Hans-Grundig-Straße, betrieben vom Deutschen Roten Kreuz.


Unterthema ÖPNV

  • Nahverkehr länger anbieten, Sammeltaxis

Antwort: Die Stadt Wismar beteiligt sich auch auf meine Initiative hin an einem Gutachten, mit Hilfe dessen der ÖPNV in Wismar verbessert werden soll und die Umlandgemeinden ebenfalls besser an die Stadt Wismar angebunden werden sollen. U.a. mit unserer Beteiligung wollen wir den Landkreis Nordwestmecklenburg dazu bewegen, das Angebot deutlich zu verbessern. Letztlich liegt die Entscheidung beim Landkreis Nordwestmecklenburg, denn er ist Träger des Busverkehrs in unserer Stadt.

  • Anschlüsse zum ÖPNV verbessern z. B. die Bus-/Bahnverbindungen

Antwort: Auch das werden wir dem Aufgabenträger nämlich dem Landkreis Nordwestmecklenburg nahebringen. Allerdings weiß ich auch, dass bei der Fahrplangestaltung sehr sehr viele Dinge berücksichtigt werden müssen, so dass manchmal nicht alles unter einen Hut zu bekommen ist.

  • Transfer zu Veranstaltungen

Antwort: Es gibt die Idee eines Veranstaltungsbusses in der Stadt am Abend und diese Idee haben wir dem kreiseigenen Unternehmen Nahbus schon nahegebracht. Dies wird einfließen in das oben genannte Gutachten und hoffentlich auch hier zu zusätzlichen Angeboten führen.

  • Fähre vom Stadthafen nach Wendorf zur Seebrücke und zurück

Antwort: Dieses Angebot gab es schon einmal. Es wurde durch einen privaten Anbieter jedoch eingestellt, weil es kaum genutzt wurde und insofern auch nicht mal annähernd Kostendeckung erreicht werden konnte. Selbstverständlich kann ich trotzdem noch einmal mit dem Anbieter unserer Hafenrundfahrten sprechen und darum bitten, ob man eine solche Verbindung erneut ausprobieren kann. Ich gebe jedoch zu, dass ich skeptisch bin, dass dies von vielen Leuten genutzt wird.


Unterthema Freizeitangebote

  • Kostengünstigeres Schwimmen

Antwort: Mit dem Wonnemar in Wismar sind wir permanent im Gespräch, um auch gerade die Angebote für die Einheimischen attraktiv zu halten bzw. attraktiv zu machen. Das Schulschwimmen und vor allen Dingen auch das Vereinsschwimmen für die DLRG haben wir mit einem Vertrag mit dem Wonnemar gesichert. Das wird auch sehr stark in Anspruch genommen. Das Morgen- und das Abendticket werden ebenfalls gerne in Anspruch genommen, gleiches gilt für Angebote für Seniorinnen und Senioren. Ich bin sehr froh, dass wir das Wonnemar in unserer Stadt haben, die große Besucherzahl zeigt, dass das Bad ausgesprochen beliebt ist, das soll auch in Zukunft so bleiben.

  • Kostenlose Freizeitangebote

Antwort: Es gibt eine große Vielfalt von kostenlosen bzw. sehr kostengünstigen Freizeitangeboten. Es gibt die Möglichkeit, auch selbst organisiert bzw. selbst kreierte Freizeitangebote im TIL – Treff im Lindengarten zu platzieren, verweisen will ich hier auch auf die vielen, vielen Angebote unserer aktiven Vereine in Wismar.

  • Mietpreise für öffentliche Räumlichkeiten überprüfen

Antwort: Die gemeinnützige Nutzung städtischer Räumlichkeiten ist schon ziemlich kostengünstig und wird auch gern und rege in Anspruch genommen. Bei Veranstaltungen, die im besonderen Interesse der Hansestadt Wismar sind, gibt es durchaus auch Mietpreiserlass. Ganz verzichten kann die Stadt dann nicht, wenn durch externe Veranstalter zusätzlicher personeller Aufwand entsteht, gleiches gilt auch für die Betriebskosten. Dies wird auch in Zukunft so sein müssen.

  • Ökologisches Schulungszentrum erweitern

Antwort: Es wurde durch den Träger gerade ein neues Konzept aufgestellt, das das bisherige Ökologische Schulungszentrum zum Ökologischen Schulort Wismar weiterentwickelt. Dieses soll jetzt Stück für Stück umgesetzt werden. Der Träger der Einrichtung, die Protinus Wismar gGmbH nimmt sicher gern weitere Anregungen entgegen, um das Konzept immer wieder zu aktualisieren.

  • Nachtleben in Wismar, wo kann man eigentlich abends oder nachts Wein trinken

Antwort: Das entscheidet insbesondere natürlich der Bedarf. Jeder Gastronom hält sein Geschäft nur so lange offen, wie er tatsächlich auch Kundschaft erwarten kann. Es gibt aber auch bereits Gaststätten, die länger geöffnet sind, auf die ich nicht extra hinweisen will. Teilweise gibt es doch Beschränkungen aufgrund von Lärmimmissionen. Diese sind notwendig, um auch die Interessen der Anwohner ausreichend zu berücksichtigen.


Unterthema Veranstaltungen und Kultur

  • Stadtübergreifende Veranstaltungen – Kooperationen von Stadt und Vereinen

Antwort: Da gibt es durchaus viele Beispiele. Ich verweise hier nur auf die Lesegärten, auch am Schwedenfest beteiligen sich unterschiedlichste Vereine, gerade die Fördervereine der städtischen Einrichtungen z. B. der Archivförderverein führen gemeinsam Veranstaltungen mit städtischen Einrichtungen durch. Ich würde mir z. B. wünschen, dass die Lesegärten, wenn der Aufwand wirklich zu tragen ist, auch auf andere Stadtteile ausgedehnt werden.

  • Koordination aller Veranstaltungen/Bürgerbeteiligung

Antwort: Die Koordination erfolgt bereits insbesondere über unsere Pressestelle. Jeder ist aber auch selbst verantwortlich, seinen Veranstaltungstermin rechtzeitig an uns zu geben, so dass er evtl. auch Hinweise entgegennehmen kann, wenn z. B. an einem Tag parallel mehrere Veranstaltungen laufen und insofern eine Verschiebung angemessen wäre. Ganz lassen sich Überschneidungen offensichtlich nicht ausschließen. Bezüglich der Beteiligung wünsche ich mir, dass das Theater demnächst mal wieder eine Umfrage macht bezüglich der Veranstaltungen, die im Theater gewünscht werden. Zwar wird es nicht jedem Wunsch nachkommen können, aber es könnten bestimmt neue Ideen aufgenommen werden. Die Theatermannschaft wird dies ausgesprochen gern tun und hat es auch in der Vergangenheit bereits getan.

  • Weihnachtsmarkt in die Sargmacherstraße ausdehnen

Antwort: Bisher wurde die kompakte Variante des Weihnachtsmarktes auf dem Marktplatz bevorzugt. Ich vermute sehr strakt, dass die Händlergemeinschaft dabei auch bleiben möchte. Außerdem sollen auch die Einzelhändler in der gesamten Innenstadt während des Weihnachtsgeschäftes zum Zuge kommen. Wichtig wäre aber, dass wir in den nächsten Jahren unseren Weihnachtsschmuck in der gesamten Innenstadt gemeinsam mit der Hochschule und der WWG erneuern.

  • Straßenfestival in andere Stadtteile ausdehnen

Antwort: Gemeint ist sicher das Straßentheaterfest „BoulevART“. Bisher sind wir mit der Konzentration auf die Innenstadt dort allerdings an vielfältigen Orten und mit dem Veranstaltungsort „Alter Hafen“ gut gefahren. Ich hatte allerdings selbst schon einmal die Idee, ob wir punktuell mit dem Straßentheaterfest auch in andere Stadtteile gehen, um auch dort darauf aufmerksam zu machen, denn dies ist gerade nun wirklich ein großartiges und zwar für jede und jeden kostenfreies Angebot und das auch noch in hoher Qualität.

  • Theaterspielplan verbessern – Wismar Card für Theater, Kino und Ähnliches

Antwort: Wie gesagt, ich würde gerne zusätzliche Ideen und Wünsche zum Spielplan des Theaters mittels einer Umfrage sammeln. Inwieweit wir ein ähnliches Angebot wie WismarCard für Veranstaltungen in der Hansestadt Wismar machen können, prüfen wir derzeit. Die Idee ist jedenfalls gut.

  • Besseres Abendangebot

Antwort: Dies ist vermutlich auf Veranstaltungen bezogen. Da würde ich sogar leicht widersprechen. Ich finde, die Hansestadt Wismar hat wirklich ein sehr vielfältiges und qualitativ hochstehendes Veranstaltungsangebot, was nicht heißt, dass es immer mal wieder neue Formate und neue Ideen geben kann. Die wünsche ich mir ausgesprochen gerne.

  • Verbesserung Veranstaltungskalender

Antwort: Wie gesagt, aus meiner Sicht ist der Veranstaltungskalender der Hansestadt Wismar schon ziemlich umfangreich, vielfältig und auf alle Generationen bezogen. Für eine Stadt unserer Größenordnung kann sich das ausgesprochen gut sehen lassen. Die Stadt leistet sich extra eine Veranstaltungszentrale, deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eben auch als Dienstleister für andere Veranstalter siehe bspw. für die Klassikertage zur Verfügung stehen. Aber auch hier gilt, nichts ist so gut, dass es nicht besser werden kann. Wenn es weitere Ideen gibt, her damit. Der Veranstaltungskalender an sich wird regelmäßig aktualisiert. Wenn alle Veranstalter rechtzeitig ihre Termine an die Pressestelle geben, dann könnte der erste Druck des Veranstaltungskalenders durchaus noch umfangreicher sein.

  • Kulturangebot ausbauen, mehr Spiritual und Theater

Antwort: Es gibt mehrere Gospel- bzw. Spiritualkonzerte im Jahr in der Hansestadt Wismar. Erinnert sei an die Veranstaltung „Gospel-Train“, die durch den Kiwanis-Club regelmäßig in Sankt Nikolai ausgerichtet wird. Zum Jahresende hatten wir bspw. ebenfalls ein Gospelkonzert in der Sankt-Georgen-Kirche, das eine Agentur angeboten hat. Generell ist mein Wunsch, dass das Theater sein musikalisches Angebot etwas ausbaut, ansonsten habe ich mich zum Theaterprogramm schon mehrfach geäußert. Dies konnte mittels einer Umfrage durchaus noch weiter ausgebaut werden, gleichwohl gibt es immer auch Grenzen finanzieller Art. Wichtig ist mir, dass im Theater auch Laienspielgruppen und gerade auch Kinder und Jugendliche die Möglichkeiten haben, selbst Theater zu spielen. Das wird in letzter Zeit durchaus verstärkt genutzt.

  • Tannenbaum verbrennen als kulturelles Ereignis

Antwort: Ein öffentliches Tannenbaumverbrennen hat es in der Stadt durchaus schon gegeben, allerdings ist es mit erheblichem Aufwand verbunden. Außerdem ist ein solches Feuer genehmigungspflichtig, gleichwohl werde ich gegenüber den Freiwilligen Feuerwehren anregen zu prüfen, ob es nicht in den nächsten Jahren so ein Ereignis geben kann.

Unterthema Neue Angebote

  • Elektroauto, Car-Sharing im Verbund mit der Hochschule sowie E-Bike-Verleih und E-Tankstellen

Antwort: E-Tankstellen sind bereits durch die Stadtwerke an mehreren Standorten in Wismar errichtet worden. Auch im neuen Parkhaus sind Ladestationen auch für Fahrräder geplant (Nachfragen). Car-Sharing und E-Bike-Verleih sind wohl eher etwas für private Firmen. Das würde ich mir auch wünschen. Sicher ist das auch eine Frage der Inanspruchnahme, also ob es dafür einen Markt in Wismar gibt. Die Idee werde ich zur Hochschule mitnehmen.

Unter anderem:
Wie können die wirtschaftlichen Grundlagen unserer Stadt verbreitert werden?
Wie wird es gelingen, genügend Arbeitskräfte sowohl für unsere Unternehmen wie auch für die Kitas, Schulen, Pflegeeinrichtung und Krankenhaus gewinnen?
Wie kann der Tourismus in Wismar gestärkt werden?

Ergebnisse:

  • Erfolgreiche Wirtschaft und erfolgreiche Zukunft nur möglich, wenn Bürger sich wohl fühlt (Bespiele: kostenfreie Parkflächen, saubere Spielplätze, Sitzbänke, Mülleimer, Pflanzkübel, mehr Werbeflächen für Einzelhändler ermöglichen)

Antwort: Dem oben genannten Grundsatz stimme ich jederzeit zu. Diesbezüglich spricht man immer von den sogenannten weichen Standortfaktoren. Ich halte von der Unterscheidung zwischen harten und weichen Faktoren eigentlich nichts, weil das impliziert, dass die weichen immer als die unwichtigeren gesehen werden. Wismar soll eine Stadt sein, in der man gut arbeiten, gut lernen und gut leben kann. Und das gilt für alle oben genannte Facetten, darauf bin ich in den vorhergehenden Punkten schon jeweils eingegangen. Bezüglich der Werbeflächen für Einzelhändler müsste dies allerdings konkretisiert werden. Die Einzelhändler haben durchaus die Möglichkeit, über die Sondernutzungssatzung für sich zu werben, müssen allerdings die Regeln dieser Satzung auch einhalten. Dennoch bin ich diesbezüglich für Ideen, die umsetzbar sind, jederzeit offen.

  • Arbeitsplätze durch gerechte Bezahlung und gute Arbeitsbedingungen

Antwort: Gemeint ist wohl, dass wir durch gerechte Bezahlung und gute Arbeitsbedingungen ausreichend Arbeitskräfte gewinnen können. Das sehe ich genauso und begrüße in diesem Zusammenhang ausgesprochen die Initiative „WOW“. Das ist eine Initiative von mehreren Unternehmen in unserer Stadt und in unserer Region, die gemeinsam für die Vorzüge unseres Standortes wirbt. Aus dieser Initiative ist auch die Idee eines Welcome-Service-Centers hervorgegangen, dass demnächst durch die Wirtschaftsfördergesellschaft des Landkreises Nordwestmecklenburg in Grevesmühlen und Wismar jeweils eingerichtet werden soll.

  • Zusammenhang zwischen Wirtschaft und ausreichend Kindertagesstättenplätzen

Antwort: Ja, diesen Zusammenhang gibt es auf jeden Fall. Deswegen bauen wir ja derzeit 4 Kindertagesstätten in unserer Stadt und wenn weitere nötig werden, werden auch weitere gebaut werden. Deswegen ist unter anderem auch die 24-Stunden-Kindertagesstätte „Siebenschläfer“ am Friedenshof entstanden.

  • Mehr erneuerbare Energien verwenden

Antwort: Ja, das geschieht bspw. auch durch unsere Stadtwerke, wo wir Hauptgesellschafterin als Stadt sind. Die Stadtwerke beteiligen sich an Windenergieanlagen, nutzen Biogas und haben eine eigene Solaranlage aufgebaut. Sie bieten spezielle Stromtarife aus sogenanntem „grünen Strom“ an. Aus dem Holzcluster weiß ich, dass eines der Unternehmen beabsichtigt, ein Biomassenkraftwerk zu errichten. Das Thema ist hier bei vielen Unternehmen und auch bei der Stadt auf der Agenda.

  • Angebote am Abend für Touristen verbessern

Antwort: Ja, wir haben zwar ein gutes Veranstaltungsangebot, aber bestimmte Lücken sind mir auch aufgefallen – bspw. zwischen den Feiertagen am Jahresende. Deswegen sind dort bereits zusätzliche Veranstaltungen initiiert worden. Hier ist aber nicht nur die Stadt selbst gefragt, sondern auch die vielen Veranstalter, die ihrerseits Angebote machen können.

  • Willkommenslotse für neue Arbeitskräfte

Antwort: Dieses Thema soll durch die Welcome-Service-Center, die die Wirtschaftsfördergesellschaft Nordwestmecklenburg errichten will, abdeckt werden. Aber auch in unserem Bürger-Service-Center im Stadthaus können bereits viele Dinge erledigt werden bzw. viele Auskünfte eingeholt werden.

  • Verknüpfung der Angebote der Insel Poel und der Hansestadt Wismar (Strand und Stadt) um Aufenthaltsdauer zu erhöhen

Antwort: Da stimme ich absolut zu. Es besteht bereits eine Kooperation zwischen der Insel Poel und der Hansestadt Wismar über den Verband „Mecklenburgische Ostseebäder“. Aber auch direkte Kontakte bestehen z. B. mit der Kurdirektion Poel. Wir bewerben uns gegenseitig mit den jeweiligen Angeboten. Wenn es hier konkrete zusätzliche Ideen gibt, jederzeit her damit.

  • Qualität statt Quantität im Kreuzfahrttourismus – hierfür Angebote entwickeln

Antwort: Wir rechnen damit, dass die Anzahl der Anläufe in Zukunft 25 bis 30 nicht übersteigt. Wir haben schlichtweg natürliche Grenzen, die einmal in der Wismarbucht selber liegen, zum anderen sind wir eine kleinere Destination. Eine Arbeitsgruppe begleitet bereits seit vielen Jahren den Kreuzfahrttourismus. Dort ist auch unter anderem die WWG beteiligt. Hier werden neue Ideen aufgegriffen und umgesetzt. Dies wird genauso auch in Zukunft geschehen.

  • Eat the World – Stadtrundgang

Antwort: Das ist eine richtig gute Idee, die ich gern prüfen lasse. Allerdings schwant mir, dass hier auch mehrere Partnerinnen und Partner mitziehen müssen. Unsere Tourismuszentrale wird da sicher gern die Initiative ergreifen.

  • Gute Verkehrsverbindungen für Pendler

Antwort: Ja, wir brauchen diese gute Verkehrsverbindungen. Was das Bundesstraßennetz betrifft, sind wir mittlerweile sehr gut angebunden. Zusätzlich beabsichtigen wir, einen großen Pendlerparkplatz in Wendorf Süd zu errichten. Das war ein Ergebnis unseres Verkehrskonzeptes. Darüber hinaus stehen wir ständig mit Nahbus in Verhandlungen, damit die Stadtlinien in das Umland erweitert werden, so dass aus den Umlandgemeinden regelmäßiger und in kürzeren Taktzeiten nach Wismar gefahren werden kann bzw. umgekehrt von Wismar in die Umlandgemeinden.

  • Radwege ins Binnenland z. B. Neukloster

Antwort: Das ist sicher sinnvoll. Vor längerer Zeit hat mich der Kollege aus Neukloster schon einmal gebeten, ihn dabei zu unterstützen, dass es eine Radwegeverbindung zwischen Wismar und Neukloster gibt. Hier sind allerdings Landkreis und Land Mecklenburg-Vorpommern gefragt. Der Regionale Planungsverband, dessen stellvertretender Vorsitzender ich bin, hat sich vorgenommen, dass Thema Radwegeverbindungen wieder stärker zu bearbeiten, um in unserem Planungsgebiet, also in gesamt Westmecklenburg diesbezüglich voran zu kommen.

  • Mietfahrradstation für Kreuzfahrer am Anlieger

Antwort: Wenn es tatsächlich dafür Bedarf gibt, wäre es eine Möglichkeit für einen privaten Anbieter. Dies kann in die Arbeitsgruppe „Kreuzfahrten in Wismar“ eingespeist werden. Die Idee nehme ich also gern auf.

  • Keine Arbeitszeit, keine befristete Arbeitsverträge mehr

Antwort: So pauschal geht es aus meiner Sicht nicht. Wohl aber sollte der Missbrauch deutlich eingeschränkt werden. Diesbezüglich wurde ja gerade auch auf Bundesebene zwischen SPD und CDU sehr intensiv verhandelt. Von unseren Unternehmen höre ich immer öfter, dass sie daran Interesse haben, Zeitarbeiter, die sich bewährt haben, dauerhaft einzustellen. Es gibt also auch durchaus ein Umdenken in der Wirtschaft. Gleichwohl sehe ich es durchaus als notwendig, dass Missbrauch auch gesetzlich eingeschränkt wird.

  • Bessere Arbeitsbedingungen auch für Erzieher und Pflegekräfte, bessere Bezahlung

Antwort: Ja, aber dies ist vor allen Dingen eine Frage an die Tarifpartner zum einen und an den Gesetzgeber auf Landes- und Bundesebene zum anderen. Die Hansestadt Wismar hält selbst an 3 Standorten Seniorenheime vor. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dort werden nach TVöD bezahlt.